Vitamin C und Zink im Winter: Was die zugelassenen Angaben sagen
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Sobald die Tage kürzer werden, stehen Vitamin C und Zink wieder in vielen Regalen ganz vorne. Kaum ein Nährstoffpaar wird im Herbst und Winter so häufig beworben. Doch was darf man über diese beiden Mikronährstoffe eigentlich sagen, und worauf sollten Sie beim Kauf achten? In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Aussagen in der EU offiziell zugelassen sind, wie viel Sie laut Referenzwerten benötigen und warum mehr nicht automatisch besser ist.
Warum Vitamin C und Zink im Winter so gefragt sind
In der kalten Jahreszeit verbringen wir mehr Zeit in Innenräumen, essen oft weniger frisches Obst und Gemüse und achten insgesamt stärker auf unser Wohlbefinden. Entsprechend steigt jedes Jahr ab Oktober das Interesse an Vitamin C und Zink. Beide Nährstoffe sind essenziell: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen beziehungsweise nicht speichern und ist auf eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung angewiesen.
Wichtig ist dabei ein realistischer Blick: Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die Ernährung, sie ersetzen sie nicht. Wer sich abwechslungsreich ernährt, deckt seinen Bedarf an Vitamin C in der Regel bereits über Lebensmittel. Ein Präparat kann dennoch eine praktische Ergänzung sein, etwa wenn Ihr Speiseplan im Winter weniger frische Kost enthält.
Was die zugelassenen Health Claims wirklich sagen
In der EU regelt die Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, welche gesundheitsbezogenen Angaben für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden dürfen. Für Vitamin C und Zink gibt es eine Reihe zugelassener Angaben, die auf wissenschaftlicher Bewertung beruhen.
Vitamin C
- Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
- Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
- Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.
Zink
- Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
- Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel bei.
- Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung.
Ebenso aufschlussreich ist, was nicht zugelassen ist: Aussagen, wonach Vitamin C oder Zink Erkältungen verhindern, verkürzen oder lindern, sind in der EU nicht erlaubt. Wenn Sie solche Versprechen auf Verpackungen oder in Werbung lesen, ist Skepsis angebracht. Seriöse Anbieter halten sich an die zugelassenen Formulierungen.
Wie viel Vitamin C und Zink brauchen Erwachsene?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt Referenzwerte für die tägliche Zufuhr an. Für Vitamin C liegen diese bei Erwachsenen bei etwa 95 mg (Frauen) beziehungsweise 110 mg (Männer) pro Tag. Schon eine Paprika, eine Portion Brokkoli oder zwei Kiwis liefern einen großen Teil davon.
Beim Zink ist es etwas komplizierter: Der Referenzwert hängt davon ab, wie viel Phytat die Ernährung enthält. Phytat steckt vor allem in Vollkorn und Hülsenfrüchten und kann die Zinkaufnahme hemmen. Je nach Phytatzufuhr nennt die DGE für Frauen 7 bis 10 mg und für Männer 11 bis 16 mg Zink pro Tag. Gute Zinkquellen sind unter anderem Fleisch, Käse, Eier, Haferflocken und Nüsse.
Höchstmengen: Warum mehr nicht automatisch besser ist
Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es in der EU bislang keine verbindlichen Höchstmengen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat jedoch Empfehlungen veröffentlicht, die als wichtige Orientierung gelten. Für Zink schlägt das BfR maximal 6,5 mg pro Tagesdosis in Nahrungsergänzungsmitteln vor, für Vitamin C 250 mg. Hintergrund: Diese Werte berücksichtigen, dass bereits über die normale Ernährung ein Teil des Bedarfs gedeckt wird.
Viele Präparate auf dem Markt sind deutlich höher dosiert. Das ist nicht verboten, aber Sie sollten bewusst entscheiden. Gerade bei Zink ist eine dauerhaft hohe Zufuhr nicht sinnvoll, da sie unter anderem die Kupferaufnahme beeinträchtigen kann. Lesen Sie daher immer die Angaben pro Tagesdosis und halten Sie sich an die empfohlene Verzehrmenge auf der Verpackung. Hoch dosierte Produkte eignen sich eher für eine zeitlich begrenzte Einnahme nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Einzelpräparat oder Kombination?
Ob Sie Vitamin C und Zink getrennt oder als Kombipräparat einnehmen, hängt von Ihren Vorlieben ab.
- Kombipräparate sind praktisch, weil Sie nur ein Produkt benötigen. Achten Sie darauf, dass beide Nährstoffe in einer sinnvollen Menge enthalten sind.
- Einzelpräparate erlauben eine flexiblere Dosierung. Sie können zum Beispiel Vitamin C täglich und Zink nur bei Bedarf einnehmen oder die Dosis genauer an Ihre Ernährung anpassen.
- Komplexe mit weiteren Zutaten wie Vitamin D3, Holunder oder Pflanzenextrakten sind im Winter ebenfalls beliebt. Prüfen Sie hier besonders genau, welche Mengen der einzelnen Stoffe pro Tagesdosis enthalten sind.
Bei Vitamin C gibt es zudem verschiedene Formen, etwa reine Ascorbinsäure, gepufferte Varianten wie Calciumascorbat, die als magenfreundlicher gelten, oder liposomale Zubereitungen. Bei Zink unterscheiden sich unter anderem Zinkgluconat, Zinkcitrat und Zinkbisglycinat.
Einnahme-Tipps für den Alltag
- Nehmen Sie Zink am besten nicht gleichzeitig mit Eisen- oder Calciumpräparaten ein, da sich diese Mineralstoffe bei der Aufnahme gegenseitig beeinflussen können.
- Wenn Sie empfindlich reagieren, nehmen Sie Zink zu einer Mahlzeit ein.
- Vitamin C ist wasserlöslich. Bei höheren Mengen kann eine Aufteilung über den Tag angenehmer sein.
- Kinder und Jugendliche haben einen geringeren Bedarf. Für sie gibt es eigene Produkte mit angepasster Dosierung.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, Arzneimittel einnehmen oder gesundheitliche Besonderheiten haben, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.
Kurze Kauf-Checkliste
- Menge pro Tagesdosis geprüft und mit den BfR-Empfehlungen verglichen?
- Passt die Form (Kapsel, Tablette, Pulver, Lutschtablette) zu Ihrem Alltag?
- Werbeaussagen kritisch gelesen: Nur zugelassene Angaben wie „trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ sind seriös.
- Bei Kombipräparaten alle Inhaltsstoffe und Mengen kontrolliert?
- Bei Schwangerschaft, Einnahme von Arzneimitteln oder gesundheitlichen Besonderheiten ärztlichen Rat eingeholt?
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In unserer Kollektion Vitamin C finden Sie verschiedene Formen, von Tabletten über gepufferte Varianten bis zu liposomalem Vitamin C. Kombinationen und Rundum-Formeln für die kalte Jahreszeit haben wir in der Kollektion Immun Komplexe zusammengestellt.
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- Solgar Vitamin C with Rose Hips 500 mg – ein moderat dosiertes Vitamin-C-Einzelpräparat.
- NOW Foods Zinc Glycinate – Zink als Bisglycinat für alle, die Zink separat dosieren möchten.
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Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.